Inhaltsverzeichnis
- Warum ein Frühjahrscheck sich lohnt
- 1. Dichtungen auf Verschleiß prüfen
- 2. Beschläge und Scharniere kontrollieren und ölen
- 3. Rahmen auf Risse und Verfärbungen untersuchen
- 4. Verglasung auf Kondensation prüfen
- 5. Fenster auf Zugluft testen
- 6. Entwässerungsöffnungen reinigen
- 7. Fensterpflege: Reinigung und Konservierung
- Wann lohnt sich eine Fachberatung?
Warum ein Frühjahrscheck sich lohnt
Fenster sind dauerhafter Witterung ausgesetzt – Wind, Regen, UV-Strahlung und Frost. Dichtungen altern, Beschläge können sich lockern, Entwässerungskanäle verstopfen. Wer einmal im Jahr kontrolliert, erkennt Verschleiß frühzeitig und verhindert teure Folgeschäden wie Schimmel, Wärmeverluste oder schwergängige Fenster.
1. Dichtungen auf Verschleiß prüfen
Dichtungen aus Gummi oder Silikon werden mit der Zeit porös, rissig oder verformt. Drücken Sie die Dichtung leicht ein: Eine gute Dichtung gibt nach und kehrt elastisch in die Ausgangsform zurück. Bleibt eine Delle bestehen oder zeigen sich Risse, ist ein Austausch fällig. Dichtungen können bei neueren Fenstern häufig einfach getauscht werden, ohne den gesamten Rahmen ersetzen zu müssen.
2. Beschläge und Scharniere kontrollieren und ölen
Schwergängige Fenster sind oft ein Zeichen für ausgetrocknete oder leicht verrostete Beschläge. Kontrollieren Sie alle beweglichen Teile: Scharniere, Drehlager, Schließzapfen und Pilzkopfzapfen. Leichte Wartungsarbeiten wie Ölen oder Fetten können Sie selbst durchführen. Verwenden Sie dafür ein säurefreies Schmieröl aus dem Fachhandel.
3. Rahmen auf Risse und Verfärbungen untersuchen
Kunststoffrahmen können durch UV-Strahlung vergilben, Holzrahmen zeigen bei mangelhafter Pflege Risse oder Abblätterungen. Kleine Risse in Holzrahmen können mit geeignetem Holzschutzlack abgedichtet werden. Größere Schäden am Rahmen sind oft ein Zeichen, dass ein Fenstertausch wirtschaftlich sinnvoller ist als Reparaturen.
4. Verglasung auf Kondensation zwischen den Scheiben prüfen
Beschlagene oder milchige Flächen zwischen den Glasscheiben sind ein eindeutiges Zeichen: Die Gasfüllung ist entwichen, die Scheibendichtung defekt. Das Glas lässt sich nicht mehr reinigen und verliert seinen Dämmwert – ein Glastausch ist unvermeidlich.
Kondensation auf der Raumseite der Scheibe deutet dagegen auf hohe Luftfeuchtigkeit im Raum hin – kein Scheibendefekt, aber ein Hinweis, die Lüftungsgewohnheiten zu überdenken.
5. Fenster auf Zugluft testen
Halten Sie ein Blatt Papier an den geschlossenen Fensterrahmen: Wenn es sich bewegt, dringt Luft ein. Ursache ist meist eine verschlissene Dichtung oder ein falsch eingestellter Beschlag. Viele Fenster lassen sich über die Exzenterzapfen an den Schließpunkten nachjustieren.
6. Entwässerungsöffnungen reinigen
Fensterrahmen haben an der Unterseite kleine Schlitze oder Öffnungen, durch die eingedrungenes Wasser ablaufen kann. Diese Kanäle verstopfen durch Laub, Schmutz und Staub. Reinigen Sie diese Öffnungen im Frühjahr mit einem dünnen Draht oder einem Zahnstocher – das dauert nur wenige Minuten und schützt Ihren Rahmen effektiv.
7. Fensterpflege: Reinigung und Konservierung
Glasflächen mit Glasreiniger, Rahmen mit mildem Seifenwasser und einem weichen Tuch reinigen. Kunststoffrahmen profitieren anschließend von einer Kunststoffpflege, die gegen UV-Vergilbung schützt. Dichtungen können nach der Reinigung mit einem Silikonfett behandelt werden, das die Elastizität erhält.
Wann lohnt sich eine Fachberatung?
Wenn beim Frühjahrscheck Probleme auftauchen, die über einfache Pflege hinausgehen – beschädigte Isolierverglasung, verformte Rahmen, stark verschlissene Beschläge – lohnt sich ein Fachgespräch. Oft ist es wirtschaftlicher, ältere Fenster zu erneuern, als sie immer wieder zu reparieren.
Als Düsseldorfer Fachbetrieb schauen wir uns Ihre Fenster gerne unverbindlich an. Mehr zu unseren Fensterlösungen. Zurück zur Ratgeber-Übersicht.
