Inhaltsverzeichnis
- Warum ist die Haustür das Hauptangriffsziel?
- Die Widerstandsklassen RC1 bis RC6 im Überblick
- Welche Sicherheitsklasse brauche ich?
- So ist eine einbruchhemmende Haustür aufgebaut
- Schloss, Beschläge und Rahmen: Worauf es ankommt
- Förderung für einbruchhemmende Haustüren
- Fazit: Sicherheit beginnt an der Tür
Warum ist die Haustür das Hauptangriffsziel?
Laut Kriminalstatistik scheitern rund 40 Prozent aller Einbruchsversuche bereits an der Tür, weil der Widerstand zu groß ist. Das zeigt: Eine einbruchhemmende Haustür ist keine Luxusausstattung, sondern eine wirksame Schutzmaßnahme.
Einbrecher arbeiten in der Regel unter Zeitdruck. Türen, die mehr als drei bis fünf Minuten Widerstand leisten, werden in den meisten Fällen aufgegeben. Entscheidend ist dabei nicht nur die Tür selbst, sondern das Zusammenspiel aus Türblatt, Rahmen, Schloss und Beschlägen.
Was unterscheidet eine normale von einer einbruchhemmenden Haustür?
Normale Haustüren erfüllen keine geprüften Sicherheitsanforderungen gegen gewaltsames Aufbrechen. Einbruchhemmende Türen der Widerstandsklassen RC1 bis RC6 werden nach der europäischen Norm DIN EN 1627 geprüft und müssen definierten Angriffsszenarien standhalten. Mehr zu unseren Haustürlösungen finden Sie auf unserer Produktseite.
Die Widerstandsklassen RC1 bis RC6 im Überblick
Die Abkürzung RC steht für Resistance Class, zu Deutsch Widerstandsklasse. Die Einteilung erfolgt nach DIN EN 1627 und beschreibt, welchem Angriffsszenario eine Tür standhält.
Hinweis: Alle Widerstandsklassen beziehen sich auf das geprüfte Gesamtsystem aus Türblatt, Rahmen, Schloss und Beschlägen nach DIN EN 1627. Ein einzelnes Bauteil allein ergibt keine Zertifizierung. Wir beraten Sie gerne, welche Klasse für Ihr Objekt sinnvoll ist. Jetzt kostenloses Beratungsgespräch vereinbaren.
Welche Sicherheitsklasse brauche ich?
Für die meisten privaten Wohngebäude ist RC2 der empfohlene Mindeststandard. Die Polizeiliche Kriminalprävention empfiehlt RC2 für alle Haustüren im Erdgeschoss sowie für Wohnungen in Mehrfamilienhäusern.
RC2: Die richtige Wahl für die meisten Wohngebäude
RC2-Türen schützen gegen das typische Vorgehen von Gelegenheitstätern mit einfachem Hebelwerkzeug. Sie sind für den Großteil der privaten Wohngebäude in Düsseldorf und Umgebung die sinnvolle und wirtschaftliche Lösung.
RC3: Empfehlenswert bei erhöhtem Risiko
Wenn Ihr Objekt besonders exponiert liegt, häufig leersteht oder sich in einem Bereich mit erhöhter Einbruchsaktivität befindet, ist RC3 die richtige Wahl. RC3-Türen bieten zusätzlichen Schutz gegen erfahrene Einbrecher mit zweitem Hebelwerkzeug und deutlich mehr Kraftaufwand.
Unsicher, welche Klasse für Ihr Objekt passt? Wir beraten Sie kostenlos und unverbindlich vor Ort.
So ist eine einbruchhemmende Haustür aufgebaut
Eine einbruchhemmende Haustür ist kein einzelnes Produkt, sondern ein geprüftes Gesamtsystem. Nur wenn alle Komponenten aufeinander abgestimmt sind und gemeinsam nach DIN EN 1627 geprüft wurden, gilt die Tür als zertifiziert.
Schloss, Beschläge und Rahmen: Worauf es ankommt
Neben der Widerstandsklasse gibt es weitere Merkmale, die eine einbruchhemmende Haustür auszeichnen und die im Beratungsgespräch oft zu kurz kommen.
Pilzkopfzapfen
Pilzkopfzapfen sind rundum angebrachte Verriegelungspunkte, die beim Schließen der Tür in den Rahmen einrasten. Sie verhindern, dass die Tür durch Aufhebeln aus dem Rahmen gedrückt werden kann. Bei RC2 und RC3 sind mehrere Pilzkopfzapfen über die gesamte Türhöhe verteilt Pflicht.
Sicherheitsschließblech
Das Schließblech ist die Stelle, an der das Schloss in den Rahmen greift. Ein verstärktes Sicherheitsschließblech aus Stahl verhindert, dass der Rahmen an dieser Stelle aufgehebelt werden kann.
Zylinderabdeckung und Außenbeschlag
Der Schließzylinder ist ein häufiges Angriffsziel. Eine Zylinderabdeckung aus gehärtetem Stahl schützt gegen Abbrechen oder Ziehen des Zylinders. Der Außenbeschlag sollte ebenfalls entsprechend geprüft sein. Mehr zu unseren Haustüren und ihrer Ausstattung finden Sie auf unserer Produktseite.
Förderung für einbruchhemmende Haustüren
Der Einbau einbruchhemmender Haustüren wird in Deutschland staatlich gefördert. Wer rechtzeitig plant, kann einen erheblichen Teil der Investition zurückbekommen.
KfW-Programm 455-E: Einbruchschutz
Die KfW fördert über das Programm Altersgerecht Umbauen (455-E) auch Maßnahmen zum Einbruchschutz, darunter den Einbau einbruchhemmender Haustüren der Klasse RC2 oder höher. Die Förderung erfolgt als Kredit mit günstigen Konditionen. Voraussetzung ist ein Mindestinvestitionsvolumen und die Durchführung durch einen Fachbetrieb.
BAFA und regionale Förderprogramme
Zusätzlich zur KfW gibt es in einigen Bundesländern und Kommunen ergänzende Förderprogramme für Einbruchschutzmaßnahmen. Auch die BAFA fördert im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude den Einbau neuer Außentüren, wenn die technischen Voraussetzungen für die energetische Förderung erfüllt sind. Mehr dazu in unserem Ratgeber zur KfW-Förderung.
Wichtig: Antrag vor Auftragserteilung
Wie bei allen Förderprogrammen gilt: Der Antrag muss gestellt werden, bevor Sie uns den Auftrag erteilen. Wir weisen Sie im Beratungsgespräch ausdrücklich auf diesen Zeitpunkt hin. Sprechen Sie uns frühzeitig an.
Fazit: Sicherheit beginnt an der Tür
Eine einbruchhemmende Haustür der Klasse RC2 oder RC3 ist die wirksamste Einzelmaßnahme zum Schutz Ihres Zuhauses. Entscheidend ist dabei nicht ein einzelnes Bauteil, sondern das geprüfte Gesamtsystem aus Türblatt, Rahmen, Schloss und Beschlägen.
Als langjähriger Partner für Haustüren, Fenster und Wohnungseingangstüren in Düsseldorf beraten wir Sie persönlich vor Ort und empfehlen Ihnen die Lösung, die zu Ihrem Objekt und Ihrem Budget passt. Vertrauen Sie auf über 40 Jahre Erfahrung.
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