Inhaltsverzeichnis
- Warum die Markise über den Winter Schutz braucht
- Markise reinigen, bevor sie eingefahren wird
- Trocken einfahren: der wichtigste Schritt
- Gelenke und Mechanik prüfen und pflegen
- Schutzhülle und Kassettenmarkise
- Was Sie selbst erledigen und wann der Fachmann hilft
- Wind, Schnee und Frost: die größten Gefahren
- Markisenstoff pflegen: Flecken und Imprägnierung
- Die Markise im Frühjahr wieder startklar machen
- Kassette oder offene Markise: was die Überwinterung leichter macht
- Wann sich eine neue Markise mehr lohnt als die Reparatur
- Wartung und neue Markise vom Fachbetrieb
Warum die Markise über den Winter Schutz braucht
Markisentücher sind für Sonne gemacht, nicht für dauerhafte Nässe. Rollt sich ein feuchtes Tuch über Wochen ein, bilden sich Stockflecken und im schlimmsten Fall Schimmel, der sich später kaum noch entfernen lässt. Die Mechanik aus Gelenkarmen, Federn und Antrieb leidet unter Feuchtigkeit und Frost, wenn sie nicht gepflegt und geschützt ist. Ein wenig Aufwand im Herbst erspart Ihnen also teure Schäden und verlängert die Lebensdauer Ihres Sonnenschutzes deutlich.
Markise reinigen, bevor sie eingefahren wird
Fahren Sie die Markise an einem trockenen Tag ganz aus und entfernen Sie zunächst grobe Verschmutzungen wie Laub, Pollen und Vogelkot. Reinigen Sie das Tuch anschließend mit lauwarmem Wasser, einem weichen Schwamm und bei Bedarf einem milden, nicht scheuernden Reiniger. Verzichten Sie auf Hochdruckreiniger, denn der harte Strahl kann die Beschichtung des Tuchs beschädigen. Spülen Sie Reinigerreste gründlich ab, sonst bilden sie später Ränder. Reinigen Sie auch das Gestell und die Blende, an denen sich über den Sommer Staub und Schmutz sammeln.
Trocken einfahren: der wichtigste Schritt
Der entscheidende Punkt beim Überwintern ist ein vollständig trockenes Tuch. Lassen Sie die Markise nach dem Reinigen so lange ausgefahren, bis das Tuch restlos durchgetrocknet ist, auch an den Nähten und in den Falten. Erst dann fahren Sie sie ein. Wer das Tuch feucht einrollt, riskiert genau die Stockflecken, die sich später nicht mehr entfernen lassen. Bei einem trüben, feuchten Herbst kann das Trocknen etwas Geduld verlangen, dieser Schritt ist die Mühe aber in jedem Fall wert.
Gelenke und Mechanik prüfen und pflegen
Bevor die Markise für den Winter verschwindet, lohnt der Blick auf die beweglichen Teile. Prüfen Sie die Gelenkarme, die Halterungen an der Wand und die Schrauben auf festen Sitz. Bewegliche Gelenke können Sie mit einem geeigneten Pflegemittel behandeln, damit sie leichtgängig bleiben. Achten Sie auf Roststellen am Gestell und auf ausgefranste Stellen am Tuch. Kleine Auffälligkeiten, die Sie jetzt bemerken, lassen sich im Frühjahr in Ruhe beheben, statt Sie beim ersten Sonnentag zu überraschen.
Schutzhülle und Kassettenmarkise
Wie gut Ihre Markise geschützt ist, hängt von der Bauart ab. Eine offene Markise ohne Abdeckung sollten Sie mit einer passenden Schutzhülle überziehen, die Tuch und Mechanik vor Nässe und Schmutz bewahrt. Eine Kassettenmarkise fährt das Tuch dagegen in ein geschlossenes Gehäuse ein und schützt es dort von selbst, weshalb sie sich für den ganzjährigen Einsatz besonders eignet. Wer noch vor der Anschaffung steht und Wert auf wenig Pflegeaufwand legt, findet im Ratgeber Markise kaufen die passenden Kriterien für die Auswahl.
Was Sie selbst erledigen und wann der Fachmann hilft
Reinigen, trocknen, einfahren und die Sichtprüfung der Mechanik können Sie problemlos selbst übernehmen. Sobald es aber an die Technik geht, ist Vorsicht geboten. Die Federn im Gelenkarm stehen unter hoher Spannung, und ein unsachgemäßer Eingriff kann gefährlich werden. Auch Reparaturen am Motor, der Austausch eines beschädigten Tuchs oder das Nachspannen der Arme gehören in Fachhände. Wenn Ihre Markise über den Winter Schaden genommen hat oder in die Jahre gekommen ist, lohnt der Blick auf moderne Sonnenschutzlösungen. Welcher Schutz vor Sonne und Hitze am besten zu Ihrem Zuhause passt, vergleicht der Ratgeber Sonnenschutz im Vergleich.
Wind, Schnee und Frost: die größten Gefahren
Eine ausgefahrene Markise ist im Winter besonders gefährdet. Sie ist als Sonnenschutz konstruiert, nicht als Dach, und hält weder das Gewicht von Schnee noch starke Windböen aus. Schnee, der sich auf dem Tuch sammelt, kann die Gelenkarme verbiegen oder das Gestell aus der Wand reißen. Sturm packt die große Fläche wie ein Segel. Deshalb gilt: Lassen Sie die Markise im Winter grundsätzlich eingefahren und fahren Sie sie an milden Tagen höchstens kurz zum Trocknen aus, wenn kein Wind aufkommt. Ein Windwächter, der die Markise bei Böen automatisch einfährt, ist für die Übergangszeit eine sinnvolle Ergänzung.
Markisenstoff pflegen: Flecken und Imprägnierung
Der Stoff ist das Herzstück Ihrer Markise und mit der richtigen Pflege lange schön. Entfernen Sie Flecken möglichst frisch, denn eingetrocknete Verschmutzungen setzen sich fest. Für hartnäckige Stellen gibt es spezielle Reiniger für Markisenstoffe, die die Beschichtung schonen. Nach dem Reinigen kann eine Imprägnierung sinnvoll sein, die das Tuch wieder wasser- und schmutzabweisend macht, sodass Regen abperlt und Staub sich schlechter festsetzt. Behandeln Sie das Tuch nur, wenn es vollständig trocken und sauber ist, damit die Imprägnierung gleichmäßig hält.
Die Markise im Frühjahr wieder startklar machen
Wenn die Sonne zurückkehrt, holen Sie die gepflegte Markise mit wenigen Handgriffen aus dem Winterschlaf. Fahren Sie das Tuch an einem trockenen Tag langsam aus und kontrollieren Sie, ob es gleichmäßig läuft und keine Falten schlägt. Prüfen Sie die Gelenkarme, den festen Sitz der Halterungen und bei elektrischen Modellen die Funktion von Motor und Fernbedienung. Ein kurzer Testlauf zeigt Ihnen, ob alles bereit ist oder ob vor der Saison noch eine kleine Wartung ansteht. Wer im Herbst gründlich überwintert hat, wird im Frühjahr mit einer Markise belohnt, die sofort einsatzbereit ist.
Kassette oder offene Markise: was die Überwinterung leichter macht
Wie viel Arbeit das Überwintern macht, hängt stark von der Bauart ab. Eine offene Gelenkarmmarkise zeigt Tuch und Technik dauerhaft der Witterung und braucht deshalb eine Schutzhülle und mehr Aufmerksamkeit. Eine Halbkassette schützt zumindest die eingefahrene Tuchrolle von oben. Eine Vollkassette schließt Tuch und Arme komplett in ein Gehäuse ein und übernimmt den Winterschutz praktisch von selbst. Wer viel Wert auf geringen Pflegeaufwand legt oder die Markise ganzjährig am Haus lassen möchte, fährt mit einer Kassettenmarkise am entspanntesten. Bei der Neuanschaffung lohnt es sich, diese Bauart und einen automatischen Windwächter von Anfang an mitzudenken, denn beides erspart Ihnen Jahr für Jahr Arbeit und schützt die Investition.
Wann sich eine neue Markise mehr lohnt als die Reparatur
Nach dem Winter zeigt sich, wie gut eine Markise in Schuss ist. Einige Anzeichen sprechen für eine Erneuerung statt weiterer Reparaturen. Ist das Tuch ausgeblichen, weist es Stockflecken oder Risse auf und lässt es sich nicht mehr sauber reinigen, hat es seine Zeit hinter sich. Ein neuer Bezug ist möglich, bei alten Gestellen aber oft unwirtschaftlich. Rostende oder verbogene Gelenkarme, ein defekter Motor und eine wacklige Wandbefestigung sind weitere Gründe, über eine komplette Anlage nachzudenken. Eine moderne Kassettenmarkise mit Motor, Windwächter und wetterfestem Tuch bringt mehr Komfort und schützt sich im Winter weitgehend selbst. So sparen Sie sich künftig einen Teil der Überwinterungsarbeit.
Wartung und neue Markise vom Fachbetrieb
Ob jährliche Wartung, Reparatur nach dem Winter oder eine neue Kassettenmarkise mit Motor und Windwächter: Franke & Borucki berät Sie in Düsseldorf herstellerunabhängig und sorgt dafür, dass Ihr Sonnenschutz zuverlässig funktioniert. Vereinbaren Sie einen Termin und lassen Sie Ihre Markise fit für die nächste Saison machen.
